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Bendy and the Dark Revival entfaltet sich in malerischer Dunkelheit und Cartoon-Nostalgie. Du schlüpfst in die Rolle von Audrey Drew, einer Animatorin, die von den Joey Drew Studios in eine tintengetränkte Alternativwelt gezogen wird. Gleich zu Beginn des Spiels wird man von der Grafik in den Bann gezogen: Sepia-Töne, ein von Schmutz zerfressenes Cartoon-Design in Gummistiefeln, vor einer Kulisse aus kaputten Animationstischen und flackerndem Licht. Das Spiel erinnert an den Retro-Stil von Bendy and the Ink Machine, scheut sich aber nicht, tiefer in den Horrorbereich vorzudringen. Atmosphärisches Grauen ist der Name des Spiels, mit alten Hallen, die leise Geheimnisse flüstern und Rätseln, die in Ecken warten. Und ja, Spoiler voraus: Die Atmosphäre und die Grafik ziehen dich noch lange nach der ersten Überraschung in ihren Bann.
Das Gameplay von Bendy and the Dark Revival verstehen
Von Anfang an heißt es in Bendy and the Dark Revival, dass du erst kriechen musst, bevor du laufen kannst. Du lernst die Kunst des Schleichens, des Kauerns oder des Sprintens, wenn es nötig ist - die Bewegungen sind bewusst, so bewusst, dass sich jeder Schritt wie eine Ansage in der Leere anfühlt. Zu Beginn gibt es keine Kämpfe, sondern du schleichst durch tintengetränkte Korridore, sammelst Audioprotokolle und baust beunruhigende atmosphärische Szenarien auf.
Dann fällt dir die Gent-Pfeife in die Hände, ein selbstgebasteltes Werkzeug, das gleichzeitig als Waffe und Rätselschlüssel dient. Du zerschlägst zerbrochene Ketten, aktivierst Generatoren und schlägst Tintenkreaturen die Gesichter ein, während du die Luft anhältst. Die Pfeife wird mit der Zeit immer besser, aber sie wird nicht komplexer. Dein Kampf läuft auf einen Rhythmus hinaus: Schwingen, schlagen, wiederholen. Es gibt kein Parieren, kein Blocken, und Ausweichen ist eher ein nachträglicher Einfall. Der Kampf ist da, weil er da sein muss, aber mechanisch ist er minimal.
Auch die Tarnung hat sich weiterentwickelt. Du kannst dich hinter kleine Gruppen von Verlorenen schleichen, um sie lautlos zu bannen und so ein wenig Gesundheit wiederherzustellen. Das fühlt sich zunächst taktisch an, bis die überfüllten Begegnungen solche Manöver selten und unzuverlässig machen. Wenn der Tintendämon ins Spiel kommt, kämpfst du nicht, sondern du versteckst dich. Er pirscht sich nicht an dich heran oder treibt dich in dunklen Gängen in die Enge. Stattdessen wird dir eine große, fett gedruckte Warnung angezeigt: "DER TINTENDÄMON KOMMT", gefolgt von Adrenalinschüben und Sprungangst, wenn du nicht rechtzeitig in Deckung gehst. Diese Mechanik hält zwar die Spannung aufrecht, wird aber schnell ermüdend.
Spielfortschritt und Tempo in Bendy and the Dark Revival
Der Fortschritt in Bendy and the Dark Revival vollzieht sich allmählich und von Moment zu Moment und nicht von Mission zu Mission. Zu Beginn ist das Tempo ruhig und du kannst die Details der Welt und die Hinweise auf die Geschichte in dich aufsaugen. Je weiter du vorankommst, desto mehr neue Umgebungen tauchen auf: verfallene Korridore von Herrenhäusern, kaputte Eisenbahntunnel, feuchte Abwasserkanäle und sogar verzierte Labore, die Farbe in die sonst so triste Palette bringen. Die Erkundung wird mit Wissenswertem, Sammelgegenständen und gelegentlichen Upgrades für die treue Pfeife belohnt. Das Zurückgehen ist Teil des Erlebnisses - nicht, weil du dich verlaufen hast, sondern weil die Platzierung von Gegenständen und die Story dich dazu zwingen, zurück zu gehen. Diese Wiederholungen können langweilig sein, aber sie vertiefen auch das Eintauchen in die verdrehte Studiowelt.
Mit dem Fortschreiten der Kapitel steigt die Bedrohung: Kämpfe werden häufiger, Gegner tauchen immer wieder auf und Verstecke werden zu Lebensadern. Das Tempo bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen langsamem Horror und Quälerei. Manchmal hast du das Gefühl, dass du eine vielschichtige Geschichte enträtselst, manchmal stapfst du einfach von einem Hebel zum nächsten und hoffst, dass jeder Schritt etwas Neues offenbart. Es ist durchdacht und atmosphärisch - aber manchmal wird die Geduld auf die Probe gestellt.
Gegen Ende des Spiels werden die letzten Kapitel zu einem kinetischen Horror. Du rennst durch verwinkelte Korridore, weichst der Ankunft des Tintendämons aus, triffst auf bekannte Gesichter wie Carley und verdrehte Versionen von Bendy oder Alice und stehst vor einem Finale, das die Fäden mit einer Mischung aus Wissensvermittlung und quälenden Fragen über Audreys Verbindung zur Tinte zusammenführt. Es gibt eine erzählerische Wendung - oder mehrere -, die das Vorherige neu kontextualisieren.
Atmosphäre, Sound und visueller Ton
Jedes Bild in Bendy and the Dark Revival fühlt sich an wie ein zum Leben erweckter alter Zeichentrick-Albtraum. Sepia-Töne treffen auf Art-Déco-Elemente und verleihen dem Film einen Hauch von Bioshock und altem Disney. Die Beleuchtung ist dramatisch, die Schatten hängen schwer und die Texturen sind farbintensiv und ausgeprägt. Die Darstellung der Charaktere wirkt manchmal etwas steif, wird aber von der Umgebung überschattet - zerbrochene Wände, flackernde Glühbirnen, Tintenpfützen, die in Echtzeit tropfen. Das Audiodesign verdoppelt die Spannung. Umgebungsechos, sporadisches Tropfen, plötzliches Klirren. Dann taucht der Tintendämon mit Knurren und plötzlichen Verzerrungen auf - das soll beunruhigen, wird aber immer vorhersehbarer. Die Stimmen, vor allem die des Tintendämons, haben Gewicht; selbst das Zögern in Audreys Antworten kann das Eintauchen in das Spiel verstärken. Die Musik mischt Retro-Jazz-Motive mit disharmonischen Strophen, um die Momente des Schreckens zu unterstreichen.
Schlussgedanken
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bendy and the Dark Revival eine fesselnde, atmosphärische Horrortour bietet, die in alte Cartoon-Motive verpackt ist und durch spannungsgeladene Schleichwege und gelegentliche stumpfe Kämpfe ergänzt wird. Das Spiel ist kunstvoll, unheimlich und durchdacht - auch wenn es mechanisch nicht immer reibungslos funktioniert. Wenn du ein Fan von stilvollen Welten, langatmigen Geschichten und atmosphärischem Grauen bist, wirst du wahrscheinlich süchtig werden - und vielleicht sogar ungeduldig auf eine reibungslosere Fortsetzung warten. Man hat das Gefühl, dass das Spiel trotz seiner Schwächen andeutet, was aus dem Bendy-Universum werden könnte. Wenn du das Tempo verbesserst, die Kämpfe verfeinerst und Bendy wieder wie früher durch die Gänge streifen lässt, wird das Spiel zu mehr als nur kultigem Horror. Es wird zu etwas Unvergesslichem. Bendy and the Dark Revival ist nicht ohne Fehltritte, aber es trifft die Stimmung und liefert eine Geschichte, die es wert ist, weiterverfolgt zu werden. Wie lange dauert es, bis Joey Drew Studios den nächsten Schritt macht? Nach dem, was hier zu sehen ist, kann ich es kaum erwarten.